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Gesichter einer Tragödie. Unbekannte Helden im historischen Roman

  • Der heute unbekannten Markgräfin Barbara von Brandenburg (1464–1515) widmen sich zwei historische Romane, geschrieben von der ihrerzeit efolgreichen Jugendschriftstellerin Emma Wuttke-Biller (1886) und der fränksichen Autorin Sabine Weigand (2004). Barbaras tragische Biografie wurde für beide Autorinnen zum Ausgangspunkt einer gegenläufigen Personenstruktur. Auf der einen Seite wird der Typ einer hochgebildeten und leidensfähigen Frau entworfen. Auf der anderen Seite stehen männliche Gegenspieler, im Intellekt unterlegen, gezeichnet durch moralische Verwerfungen. Während Biller noch dem historischen Vorbild folgend eine sich ihrem Leid ergebende Fürstin inszeniert, wird bei Weigand Barbara zum Prototyp einer sich emanzipierenden Frau in einer ihr feindlich gesonnenen, von Männern dominierten Welt. Sexualität und Brutalität bestimmen das Handeln der mänllichen Figuren. Der historische Zeitraum wird zugunsten von entwertenden Plagiaten und zeitlosen Charakterzügen seiner prägenden Ereignisse und Persönlichen zunehmend beraubt.

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Metadaten
Author:Mario Müller
URN:https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:hil2-opus4-12820
DOI:https://doi.org/10.25528/077
Parent Title (Spanish):Estudios Filológicos Alemanes. Revista de Grupo de Investigación Filología Alemana
Place of publication:Sevilla
Document Type:Conference Proceeding
Language:German
Year of Completion:2009
Release Date:2021/12/09
Tag:Barbara von Brandenburg, Mittelalter, Markgrafschaft Brandenburg, hhistorischer Roman
Page Number:22
Institutes:Fachbereich I
DDC classes:800 Literatur / 800 Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft
900 Geschichte und Geografie / 900 Geschichte
Licence (German):License LogoDeutsches Urheberrecht