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Große Gefühle - in der Literatur

  • Große Gefühle – in der Literatur. Was soll an einem solchen Thema besonders sein? Was interessiert uns denn anderes, wenn wir ein Buch aufschlagen? Wir erwarten doch selbstverständlich, dass wir in den folgenden Lektüre-Stunden, Tagen und Wochen mit der Schilderung, Inszenierung, Dramatisierung von Gefühlen geradezu und auf die intensivste Weise konfrontiert, ja vielleicht sogar heimgesucht werden. Die Literatur ist schon immer der geeignete Aktionsraum für das Bedürfnis, die eigenen wie die Gefühle anderer zu erkunden, soviel ist sicher. Aber was ist unter Großen Gefühlen zu verstehen? Die Antwort kann nur in der Beschäftigung mit den literarischen Texten selbst liegen, denn, so die Ausgangshypothese der Vorlesungsreihe, Große Gefühle sind solche, die durch die Literatur selbst, durch Texte groß gemacht werden. Um große zu sein und als solche zu wirken, bedürfen sie also der ästhetischen Darstellung. Die Eifersucht z.B. wird allererst in Prousts monumentaler Recherche zu einem großen Gefühl, genauso wie der Lebensekel, der ennui, in Flauberts Madame Bovary oder die Angst in Ingeborg Bachmanns «Todesarten»-Projekt.

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Metadaten
Author:Toni Tholen, Burkhard Moennighoff
URN:https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:hil2-opus4-6217
ISBN:978-3-487-15526-5
ISSN:1433-5999
Series (Serial Number):Hildesheimer Universitätsschriften (Bd. 32)
Publisher:Universitätsverlag Hildesheim, Olms Verlag
Place of publication:Hildesheim
Editor:Wiebke von Bernstorff
Document Type:Book
Language:German
Year of Completion:2017
Date of first Publication:2017/03/15
Publishing Institution:Stiftung Universität Hildesheim
Publishing Institution:Universitätsverlag Hildesheim
Creating Corporation:Universitätsbibliothek Hildesheim
Release Date:2017/03/15
Pagenumber:239 S.
Institutes:Fachbereich III
DDC classes:800 Literatur / 800 Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft
Licence (German):License LogoCreative Commons - Namensnennung, Nicht kommerziell, Keine Bearbeitung