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Entwicklungsregulation im Erwachsenenalter. Ein Forschungsprogramm zu den Lebenslagen von Eltern beeinträchtigter Kinder

  • Elternschaft zählt zu den normativen Herausforderungen im Erwachsenenalter. Besondere Anforderungen werden an Eltern beeinträchtigter Kinder gestellt. Es wird gezeigt, dass wichtige Ziele dieser Eltern in vielen Bereichen des Lebens irreparabel blockiert sind. Anliegen des vorliegenden Forschungsprogramms LEBen (Lebenslagen von Eltern besonderer Menschen) ist es, einen Anteil an der Beantwortung der Frage nach der Entwicklungsregulation durch Bewältigungskompetenzen bei dieser Gruppe von dauerhaft belasteten Erwachsenen zu leisten. Die Annahme, dass die Anwendung flexibler Anpassung (Brandtstädter, 2007c) im Umgang mit Zielblockaden einen positiven Einfluss auf die Aufrechterhaltung des Befindens von Eltern beeinträchtigter Kinder hat, wird geprüft. Zur empirischen Untersuchung der Entwicklungsregulation bei Eltern beeinträchtigter Kinder wurden fünf Fragebogenstudien durchgeführt: Studie 1 wurde im Frühjahr 2012 mit N = 126 Eltern beeinträchtigter Kinder erhoben. Studie 2 (Erhebungszeitraum Sommer 2013 bis Frühjahr 2014) repliziert in einem größeren Sample von N = 299 Eltern die Befunde aus Studie 1 und exploriert mit einem modifizierten Erhebungsinstrument die Lebenssituation der Eltern genauer. In Studie 3 wurden zur Replikation der Befunde zusätzlich N = 127 Eltern beeinträchtigter Kinder im Sommer 2014 im Online– Verfahren befragt. In Studie 4 wurden als Vergleichsgruppe (Erhebungszeitraum Sommer 2014) N = 273 Eltern von gesunden Kindern mit einem Online– Fragebogen erhoben. Studie 5 besteht aus einer Teilmenge von N = 70 Eltern aus Studie 2, die mit einem Abstand von ca. eineinhalb Jahren (Erhebungszeitraum Herbst 2014) längsschnittlich zu Veränderungen ihrer Lebenssituation befragt wurden. Die Befunde des Forschungsprogramms zeigen, dass Eltern durch die Beeinträchtigungen der Kinder belastet sind. Die Mittelwerte flexibler Zielanpassung unterscheiden sich bei Eltern beeinträchtigter und Eltern gesunder Kinder jedoch nicht. Allerdings zeigt sich, dass die Funktionalität adaptiver Bewältigungsressourcen bei Eltern beeinträchtigter Kinder einen größeren Wirkradius einnimmt und das Befinden bei stark belasteten Eltern im Sinne eines Moderationseffektes besonders zuverlässig puffert.

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Metadaten
Author:Sabine Hellmers
URN:https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:hil2-opus4-7414
DOI:https://doi.org/10.18442/741
Publisher:Universitätsverlag Hildesheim
Place of publication:Hildesheim
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Year of Completion:2017
Granting Institution:Stiftung Universität Hildesheim
Date of final exam:2016/12/16
Release Date:2017/11/29
Pagenumber:269 S. u. 83 S. Anhang
PPN:Link zum Katalog
DDC classes:100 Philosophie und Psychologie / 150 Psychologie
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