Volltext-Downloads (blau) und Frontdoor-Views (grau)

Ambivalenzen in der Beratung von Pflegeeltern

  • Infolge des gesellschaftlichen Wandels haben sich die Aufgaben und auch ihre Prioritätensetzung in der Pflegekinderhilfe verändert. Bspw. stellen sich die Ansprüche an erzieherische Fähigkeiten über die Pflegepersonen verfügen sollen, umfangreicher dar als noch vor Jahrzehnten. Zudem war eine Zusammenarbeit mit den Geburtseltern bis weit in das 20. Jahrhundert nicht vorgesehen. Gleichzeitig sind die bestehenden Beschreibungen der Pflegefamilie bis heute unscharf und in ständiger Veränderung darüber, wie eine (Pflege-) Familie aussehen soll, was sie charakterisiert, welche Aufgaben, welche Rollen vergeben werden. Die Forschung hat bisher zu wenig zur Weiterentwicklung beigetragen. Angesichts dessen bestehen Widersprüche für derartige Ausprägungen, wenn die sich wandelnden und als Norm festgelegten Lebensweisen nicht mit den sie umgebenden Umwelten harmonieren. Ihre Auswirkungen treten verstärkt auf der operativen Ebene hervor. Das vorliegende Forschungsprojekt hat Erstgespräche zwischen Fachkräften für Pflegekinder und Bewerbenden um ein Pflegekind evaluiert. Die in der Untersuchung freigelegten Ambivalenzen zeigen auf, dass sich einerseits die Anforderungen an den Pflegeauftrag gewandelt haben und andererseits diese veränderten Ansprüche offenbar in der Praxis noch nicht zufriedenstellend gelöst wurden. Deren Auftreten hat aber Auswirkungen u.a. auf die Herstellung eines gemeinsamen Arbeitsbündnisses in einem ersten Gespräch zur Aufnahme eines Pflegekindes sowie anschließend auf das Alltagsgeschehen während eines Pflegearrangements. Die Ergebnisse dieses Forschungsprojekts können als Grundlage dienen, ein transparentes und an den Bedarfen von Pflegefamilien orientiertes Vorgehen zu generieren.

Download full text files

Export metadata

Additional Services

Share in Twitter    Search Google Scholar    frontdoor_oas
Metadaten
Author:Anke Kuhls
URN:https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:hil2-opus4-9061
DOI:https://doi.org/10.25528/003
Referee:Wolfgang Schröer, Gunther Graßhoff
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Year of Completion:2018
Granting Institution:Stiftung Universität Hildesheim
Date of final exam:2018/08/09
Release Date:2019/01/15
Page Number:287
Institutes:Fachbereich IV
DDC classes:300 Sozialwissenschaften / 370 Erziehung, Schul- und Bildungswesen
300 Sozialwissenschaften / 340 Recht / 344 Arbeitsrecht, Sozialrecht, Bildungsrecht, Kulturrecht
Licence (German):License LogoCreative Commons - Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0