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Das modale Zeitgedächtnis : Untersuchungen zur Abhängigkeit der Gedächtnisleistung für kurze Zeitintervalle von der Reizmodalität

  • Auf die Frage, ob die jeder Wahrnehmung inhärente Sinnesmodalität auch Teil der Gedächtnisrepräsentation von kurzen Zeitintervallen ist, konnte in dieser Studie mit sechs Experimenten eine Antwort gefunden werden. In Experiment 1 und 2 wurde festgestellt, daß Versuchspersonen dargebotene Zeitintervalle systematisch unterschätzten, wenn sich die Darbietungsmodalität (auditiv versus visuell) von der Modalität einer vorangegangenen Trainingsphase unterschied. Mit Experiment 3 wurde gezeigt, daß innerhalb der auditiven Modalität Veränderungen der Stimulusqualität zwischen Trainings- und Testphase zwar einen Einfluß auf die Testleistung hatten, jedoch zu keiner systematischen Verschätzung dargebotener Intervalle führten. Mit zwei weiteren Experimenten wurde bestimmt, daß der Schätzfehler additiv und in etwa ein Ausmaß von 80 bis 100 ms aufweist. Schließlich konnte gezeigt werden, daß die Beziehung zwischen Modalität und Dauer auf Gedächtnisebene als Assoziation zwischen einem über jeden Sinneskanal zugänglichen Zeitgedächtnis und der jeweiligen Enkodierungsmodalität charakterisiert werden kann. Insgesamt ist also davon auszugehen, daß in der Tat ein Zusammenhang zwischen der Gedächtnisrepräsentation einer Dauer und der Modalität ihrer Enkodierung besteht und das Zeitgedächtnis als modal, d. h. als auf die Modalität bezogen, bezeichnet werden kann.
  • It was investigated whether stimulus modality is part of the representation of short durations in memory. Six experiments were conducted. In experiment 1 and 2 it was found that subjects systematically underestimated presented durations if the modality of presentation was different from the modality of the preceding training phase. The results of experiment 3 showed that within the auditory modality changes of stimulus quality affected the performance in the testing phase but did not lead to underestimation of presented time intervals. With the aid of two further experiments it was determined that the estimation error was additive and that it had an amount of approximately 80-100 ms. Finally, the results of experiment 6 suggested that temporal memory should not be seen as being devided into modality-specific subsystems but rather as a system of more or less stable associations between modality and the represented durations. Thus, as there is a connection between modality and memory, temporal memory can be characterized as a modal memory.

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Metadaten
Author:Florian Klapproth
URN:https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:hil2-opus-1455
Advisor:Hede Helfrich-Hölter
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Date of Publication (online):2011/06/17
Publishing Institution:Stiftung Universität Hildesheim
Granting Institution:Universität Hildesheim, Fachbereich I
Date of final exam:2003/05/01
Release Date:2011/06/17
Tag:Modalität; Zeitgedächtnis; Zeitwahrnehmung
modality; temporal memory; time perception
GND Keyword:Wahrnehmungspsychologie
PPN:Link zum Katalog
Institutes:Fachbereich I / Sozialwissenschaften
DDC classes:100 Philosophie und Psychologie / 150 Psychologie
Licence (German):License LogoDeutsches Urheberrecht