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Die Freizeitgestaltung autistischer Kinder und Jugendlicher - Eine Untersuchung zu den Möglichkeiten einer gleichberechtigten Teilhabe -

  • In der vorliegenden kumulativen Dissertation werden das Freizeitverhalten und in diesem Zusammenhang stehende Einflüsse sowie die Freizeitmöglichkeiten autistischer Kinder und Jugendlicher untersucht. Da zum Freizeitverhalten autistischer Kinder und Jugendlicher kaum methodisch belastbare Untersuchungen aus Deutschland vorliegen, bilden sowohl die aktive als auch die passive Freizeitgestaltung ein zentrales Element in den einzelnen Studien. Es wird zunächst der Frage nachgegangen, inwieweit eine passive Freizeitgestaltung für autistische Kinder und Jugendliche eine Rolle spielt und welche funktionale Bedeutung diese hat (Studie I+II). Anschließend wird sich mit der Frage beschäftigt, ob ein Zusammenhang zwischen aktiver bzw. passiver Freizeitgestaltung und der Lebensqualität autistischer Kinder und Jugendlicher besteht, und welche Rolle Eltern dabei spielen können (Studie III). Zusätzlich wird sich näher mit den Freizeitmöglichkeiten auseinandergesetzt und der Frage nachgegangen, wie zufrieden Eltern autistischer Kinder mit den angebotenen Freizeitmöglichkeiten für ihre Kinder sind und was sie sich in diesem Zusammenhang für ihre autistischen Kinder wünschen (Studie IV). Auf Basis dieser einzelnen Studien und deren Diskussion wird sich abschließend mit der Frage auseinandergesetzt, inwieweit autistischen Kindern und Jugendlichen im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention (Art. 30 UN-BRK: Teilnahme am kulturellen Leben) sowie des Bundesteilhabegesetzes (§§76, 78 BTHG) eine gleichberechtigte Teilhabe in Deutschland ermöglicht wird (Studien I bis IV). Die Daten basieren auf einem Mixed-Methods-Ansatz. So wurden neben einem systematischen Review, qualitative Interviews (N = 13) sowie eine quantitative Befragung von Eltern autistischer Kinder und Jugendlicher (N = 327) durchgeführt. Insgesamt deuten die Ergebnisse der einzelnen Studien in Verbindung mit der sich anschließenden Diskussion darauf hin, dass eine gleichberechtigte Teilhabe für autistische Kinder und Jugendliche gemäß UN-BRK und BTHG im Freizeitsektor noch nicht erreicht ist. So ermöglicht eine passive Freizeitgestaltung in der untersuchten Kohorte zwar durchaus Zugänge, um spezifische Freizeitbedürfnisse zu befriedigen (z.B. Entspannung, Zugehörigkeit; Studie I+II); jedoch scheint diese im Gegensatz zur aktiven Freizeitgestaltung und der sozialen Unterstützung, die Eltern erhalten, nicht entscheidend für den Selbstwert sowie für die Lebensqualität des autistischen Kindes bzw. Jugendlichen zu sein (Studie III). Alternative Freizeitangebote stehen autistischen Kindern und Jugendlichen allerdings laut den Aussagen der befragten Eltern nur sehr begrenzt zur Verfügung (Studie IV). Mit Inkrafttreten des BTHG Ende des Jahres 2016 wurden weitere Möglichkeiten für eine gleichberechtigte Teilhabe geschaffen (z.B. Eingliederungshilfeleistungen zur sozialen Teilhabe). Es bleibt abzuwarten, wie diese in Zukunft zielführend umgesetzt werden (können).

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Metadaten
Author:Anja Stiller
URN:https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:hil2-opus4-12519
DOI:https://doi.org/10.25528/072
Referee:Thomas Mößle
Advisor:Werner Greve
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Year of Completion:2021
Publishing Institution:Stiftung Universität Hildesheim
Granting Institution:Universität Hildesheim, Fachbereich I
Date of final exam:2021/07/06
Release Date:2021/09/13
Tag:Autismus; Freizeitverhalten
Page Number:202
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